Dance with a stranger!

Laute Musik. Eng gedrängte Menschen. Körper bewegen sich zu schnellen Rhythmen.

Ich mittendrin.

Es ist Samstag Abend und meine Freundin und ich sind auf einer Party. Die Stimmung ist gut, die Musik bringt die Menge ins Schwitzen.

Wie immer, wenn ich tanze, bin ich in einer ganz anderen Welt. In einer Welt, in der es für ein paar Stunden keine Kinder, keinen Haushalt, keine Erledigungen gibt.

Nur mich und die Musik und mein Körper, der sich dazu bewegt. Ich spüre, wie sich eine Schweißperle aus meinem Nacken löst und die Wirbelsäule hinunterläuft. Und genau da, wo meine Hose hinten nicht aufliegt, diese kleine Stelle zwischen Rücken und Po, da läuft sie weiter runter und es kribbelt leicht, als sie dann nach ein paar weiteren Zentimetern ihrer Reise von meinem Slip, schwupps, aufgesaugt wird.

Meine Freundin fragt mich, ob wir uns was zu trinken holen. Klar, sage ich und wir gehen los und bahnen uns unseren Weg durch die Menge.

Ich gehe um ein paar Leute herum, bleibe stehen, weil ich jemanden durchlassen will, wende mich wieder zum Gehen… und schaue plötzlich in ein paar Augen, die mich frech angrinsen.

Ich lächle zurück. Vielleicht eine kleine Millisekunde länger als nötig schaue ich weiter in seine Augen, da ist irgendwas… dann zieht meine Freundin mich weiter.

Die große Suche nach dem Traumprinz

In letzter Zeit erlebe ich in meinem Umfeld so einige Frauen, die sich einen Partner wünschen. Am besten den Partner für‘s Leben.

Was ich aber auch sehe, sind Frauen, die überwiegend mit verschlossenen Gesichtern rumlaufen und möglichst niemanden an sich ran lassen.

Man will ja den Richtigen finden und nicht Zeit mit „irgendwelchen komischen Typen“ verbringen.

Da frage ich mich willkürlich: Haben die sich beim Shoppen noch nie was gekauft, was sich vielleicht nicht als „DAS TEIL“ rausstellte, aber trotzdem ganz ok war? Ist es nicht vielmehr so, dass wir irgendwann im Teenageralter anfangen, die verschiedensten Klamotten auszuprobieren, bis wir langsam unseren eigenen Stil entwickeln und rausfinden, was zu uns passt? Und jetzt die wichtige Frage: Bleiben wir dann bei diesem Stil ein Leben lang oder dürfen wir immer wieder neu ausprobieren und uns neu definieren?

Doch was die Partnerwahl angeht kommen mir so manche Frauen ab 40 so vor, als ob sie nun ihre „Kriterienliste“ fertig hätten und wer auch nur in einem Punkt daneben liegt, wird links liegen gelassen.

Genau diese Frauen beschweren sich aber auch darüber, dass sie nie oder selten jemanden kennenlernen und wenn, dann „eh nur die Falschen!“

Spaß

Wir gehen also was trinken, meine Freundin und ich, und haben noch eine Menge Spaß. Spaß am Tanzen und Spaß an den möglichen und unmöglichen Typen, die uns im Laufe der nächsten Stunden so anbaggern auf der Tanzfläche.

Und plötzlich ist dieses Paar Augen wieder da. Mitten auf der Tanzfläche steht er nur wenige Meter entfernt, beobachtet mich und lächelt.

Ich lächle erneut zurück und ohne zu ahnen, worauf ich mich da genau einlasse (meine Kriterienliste hab ich auf der Tanzfläche meist nicht dabei ;-)), tanzen wir wenig später miteinander. Und zwar recht eng.

Wir haben Spaß, einfach so. Auch wenn ich damit für diesen Abend wohl alle anderen Kandidaten ausschließe. Denn natürlich wird mich der tolle Typ, den ich eine Weile vorher noch an der Bar stehen sehen hab, nicht mehr auf einen Drink einladen, wenn ich hier stehe und mit einem anderen flirte. 😉

So what?

Aber was soll‘s? Heute verlasse ich den Club mit ihm und obwohl es nach den ersten paar Worten außerhalb der Musiklautstärke so aussieht, als ob wir wirklich in zwei verschiedenen Welten leben würden… gebe ich ihm sogar noch meine Handynummer.

Ja bin ich denn verrückt??

Vorsicht oder Misstrauen

Ich erlebe jeden Tag so viele misstrauische Menschen da draußen. Klar muss man nicht jedem einfach so seine Handynummer geben, gar keine Frage. Aber weißt Du was… in dem Fall bin ich einfach mal meinem Gefühl gefolgt und das hat mir gesagt, dass ich es einfach mal riskieren darf. Dass dieser Typ hier „irgendwie ok“ ist.

Und was hab ich denn schon zu verlieren, außer dass er vielleicht tatsächlich anruft und ich am Ende im schlimmsten Fall ein Date habe, das ich mir hätte sparen können. 😉

Aber es kam ja alles ganz anders und ich wurde sogar dafür belohnt, mal ein kleines Risiko einzugehen…

Hart an der Grenze

Mein Atem geht schwer… immer wieder dringt er gefühlvoll in mich ein, treibt meine Lust ein Stück weiter nach oben… um sich dann im richtigen Moment wieder zurückzuziehen. Wieder und wieder.

Er weiß genau, wie weit er gehen kann. Als ob wir uns schon lange kennen würden. Dabei sind seit unserem 1. Date nur wenige Wochen vergangen.

Ja, er hat tatsächlich angerufen. Wir sind zusammen ausgegangen und hatten wieder sehr viel Spaß. Seine geduldige Art, nicht gleich beim ersten und auch nicht beim zweiten oder dritten Date einen Kuss oder mehr einzufordern lässt mich so einiges erahnen und stachelt meine Fantasie an.

Doch heute – nach ein paar weiteren Verabredungen auf neutralem Boden – sind wir hier. Bei ihm. Ich winde mich in den Laken vor Lust… und er lässt nicht von mir ab. Lässt mich aber auch nicht zum Höhepunkt kommen.

Wieder liebkost er zärtlich die sensible Stelle zwischen meinen Brüsten, wandert weiter nach unten, umschließt schließlich mit seinen Lippen meinen Kitzler, saugt vorsichtig daran. Als er dann mit seiner Zungenspitze langsame, kleine Kreise zieht, habe ich wieder das Gefühl, mein Verstand driftet davon. Mein Rücken biegt sich durch, mein Becken streckt sich ihm entgegen, meine Lenden und Schenkel beginnen zu zittern. Kurz bevor sich mein ganzer Unterleib anspannt, lässt er ab und wandert mit seinen Küssen über meinen Bauch und meine Brust zu meinem Hals.

Ich atme schnell und stoßweise, kann es nicht erwarten. Sobald er meine Ungeduld bemerkt, verlangsamt er noch seine Bewegungen.

Kurz bevor er wieder in mich eindringt – ich kann ihn schon spüren – hält er noch ein paar Sekunden länger still. Ich greife mir mit beiden Händen in die Haare, meine Augen sind geschlossen und alles in mir wartet… dann dringt er mit einer einzigen fließenden und starken Bewegung in mich ein und fickt mich hart… hart an der Grenze zu meinem schon so ungeduldig wartenden Orgasmus.

Noch nicht.

Er legt sich neben mich, schaut mich an. In mir ist Lust und Ungeduld und auch Widerstand. Nein, denke ich, was immer Du jetzt auch willst, ich will nur noch kommen! Keine Spielchen, keine Verzögerung mehr.

Er streicht mit seiner Hand über mein Gesicht, kommt ganz nah zu mir und flüstert leise: „Zeig mir, was Du willst!“

Ich zucke einen Moment zurück. Eine kleine Sekunde meldet sich der schüchterne Teil in mir und sagt mir, dass ich doch nicht so offensiv sein kann. Nein, ich doch nicht! Und schon gar nicht auf Kommando!

Er kommt noch näher, sein Gesicht ist nur noch ein paar Millimeter von meinem entfernt. Er küsst mich. Dann sagt er es nochmal: „Zeig mir was Du willst! Jetzt!“

Da legt sich irgendwo in meinem Gehirn ein Schalter um. Ich gebe nach. Ich meine, ich gebe nicht nur nach im Sinne von „ja ok, dann mach ich halt…“, sondern es gibt in mir nach. Mein kompletter Widerstand fällt in sich zusammen, meine Gedanken setzen einen Moment aus, ich lasse los, ich will es plötzlich selbst… und ich setze mich auf ihn und ich bringe uns in den nächsten paar Minuten so heftig zum Höhepunkt, dass wir beide nicht genau wissen, wie uns geschieht.

Als ich mit einem „Knall quer durchs Universum“ explodiert bin, sinke ich auf seine Brust. Luft holen. Atmen… Und plötzlich fangen wir beide an zu lachen. Der letzte Rest Energie fließt aus uns mit diesem gemeinsamen, verbindenden Lachen.

Alles ist möglich…

Wer hätte gedacht, dass so etwas passieren kann? Wer hätte geglaubt, dass aus dieser lockeren Begegnung eine solche Erfahrung wird?

Ehrlich? Mein Ego hatte da so seine Zweifel… *lach*

Aber wir wissen eben nie, welche Tür sich gerade für uns öffnet, daher hab ich meinem Ego mal ne Pause verordnet.

Ich wiederhole mich hier gerne nochmal. Natürlich gehe ich nicht mit jedem ins Bett, der gerne meine Telefonnummer hätte. Natürlich darf eine gewisse Sympathie da sein, ein gemeinsamer Nenner, eine Basis auch auf intellektueller Ebene, damit Erotik überhaupt entstehen kann.

Natürlich höre auf mein Gefühl und oft genug sagt es „Nein.“

Nur vielleicht sollten wir dieses „Nein“ nicht davon abhängig machen, ob ER es IST. Ob er DER Traummann ist. Der „Prinz für immer und ewig“. Der mit dem weißen Ross, der uns schlagartig in unserem ganzen Sein erkennt, dessen Seele sich in unserer spiegelt und der uns auf Händen in die Glückseligkeit trägt…

Vielleicht darf es hin und wieder mal ein „Prinz für den Moment“ sein?

Jemand mit dem man das GERADE EINFACH SEIN genießen kann?

Vielleicht ist es auch für einen Mann leichter, uns in unserem ganzen Sein zu erkennen, wenn wir ihn nicht reduzieren auf unsere Ansprüche? Wenn wir ihm die Gelegenheit geben, hinter unsere meist auch nicht allzu perfekte Fassade sehen zu lassen?

Spieglein, Spieglein…

Wir liegen noch eine Weile so da.

Unser Atem beruhigt sich langsam. Ich sehe ihn an. Und da, irgendwo da in seinen Augen… spiegelt sich da nicht gerade ein kleiner Teil meiner Selbst, den ich entdecke in diesem Moment der totalen Intimität?

Mmmmh, ich bin noch nicht sicher, aber ich werde dem mit Sicherheit auf den Grund gehen…

Man weiß ja nie… 😉

 

Love.

Anna

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5 Gedanken zu „Dance with a stranger!

  1. Ja meine vererhrte C. E. das hast Du so richtig und auch sehr schön beschrieben. Es war mir ein Freude so etwas von Dir zu lesen. Aber so ist das Leben, geniesse es und verliebe Dich, so lange es nur geht, denn das Leben ist ein Spiel und nur wer es wagt der gelangt auch an das große Ziel. Passe gut auf Dich auf.
    LG. Siggi der Golfer aus dem warmen Agadir / Markko

  2. Meine Liebe, ach wie schön auch mal sowas zu lesen. Solche Momente lassen uns doch spüren, dass wir leben. Wir können sie wie kleine Perlen in unserem inneren Schatzkästchen sammeln. Einfach mal was wagen, zu fühlen, sich einzulassen, sich hinzugeben, sich treiben zu lassen, sich neu zu entdecken….ich muss ja schließlich nicht jeden gleich heiraten wollen 😉

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