Meer der Berührungen

Shot of a young naked man touching her lover's neck

Ich treffe einen Mann und wir spüren, dass wir uns gegenseitig etwas zu geben haben.

Als ich endlich in seiner Türe stehe, nimmt er meine Hand.

Ich lasse mich führen. Ich weiß, dass wir gemeinsam in eine Welt abtauchen wollen, die all den Alltag hinter sich lässt.

Und tief in mir formt sich noch immer nur ein Wunsch:

Berühre mich! Berühre meinen Körper und berühre mich in der Tiefe meiner Seele!

Und da nimmt er mein Gesicht in seine Hände… 

… und ich falle.

Berührung – Heilung der Seele – Teil 2

Im ersten Teil dieses Artikels habe ich darüber geschrieben, wie wichtig Berührung für uns alle ist.

Und nach ein paar Tagen habe ich gespürt, dass dieser Artikel eine Fortsetzung will.

Also ist hier jetzt Teil 2, den ich bewusst begonnen habe mit dem Ende des ersten Artikels.

Denn dieses Ende war erst der Anfang.

Gehalten

Ich falle und ich werde gehalten.

Unsicherheiten verfliegen langsam und obwohl wir uns auf diese Art zum ersten Mal begegnen, spüre ich Geborgenheit.

Hier wird mir nichts geschehen. Hier kann ich einfach sein.

Wir stehen uns gegenüber und sehen uns in die Augen. Ich senke den Blick zuerst. Seine Hände streichen über mein Gesicht.

Wir kommen uns langsam näher, eine sanfte Berührung unserer Nasenspitzen bevor sich unsere Lippen ganz leicht berühren.

Dann entfernt er sich von mir, bedeutet mir, dass ich stehenbleiben soll. Er setzt sich in einen Sessel mir gegenüber und schaut mich herausfordernd an.

„Leg Deine Kette ab!“ sagt er zu mir und ich gehorche, doch ich spüre wie ich unsicher werde.

Ich bin es nicht mehr gewohnt, von fremden Augen so betrachtet zu werden.

Er bemerkt es und kommt zu mir zurück. Nimmt mich wieder in den Arm. Ich entspanne mich sofort.

Wir küssen uns jetzt leidenschaftlicher und die Erregung unser beider Körper steigt. Doch jedes Kleidungsstück fällt langsam und mit Bedacht. 

Und ich fühle mich zu jedem Zeitpunkt gehalten.

Altmodische Romantik oder neues Bewusstsein?

In manchen Momenten dieser Situation fühlte ich mich wieder wie ein Teenager. Unsicher, nervös, aufgeregt.

Und ich erinnere mich, als ich noch jung war, war mir Romantik unglaublich wichtig.

Romantik bedeutet für mich, dass ich jemand Mühe um mich gibt. Dass mein Gegenüber aufmerksam ist und meine Bedürfnisse erkennt.

Mit Blumen, Kerzenlicht und leiser Musik hat das gar nicht unbedingt zu tun. Nichts dass ich etwas gegen Kerzenschein hätte…

Aber letztlich macht das nicht Romantik aus.

Was nützt die schönste Kerze, wenn Dein Partner nicht mal merkt, wie es Dir gerade geht?

Dann ist das alles eigentlich nur Dekoration, um mangelndes Interesse am anderen zu kaschieren und dennoch möglichst schnell sein Ziel zu erreichen. 😉

Will ich heute noch Romantik?

Ich würde es wahrscheinlich nicht mehr so nennen, tatsächlich fühlt sich der Begriff für mich etwas altmodisch an.

Ich würde es heute lieber Bewusstsein nennen. Was ich will ist, dass mein Partner und ich sehr bewusst und achtsam tun, was wir tun.

Vielleicht mag ich das Wort Romantik auch nicht, weil es immer so den Beigeschmack von Kuschelsex und Langsamkeit hat.

Und guter Sex muss doch wahrlich nicht immer kuschelig und langsam sein, oder?

Aber egal wie kuschelig oder nicht, langsam oder schnell – was ich nicht mehr akzeptieren würde, wäre Beiläufigkeit und Unaufmerksamkeit.

Andersherum ausgedrückt… Bewusstheit ist sexy!

In einem Meer von Berührung untergetaucht

„Ich will Dich jetzt massieren“ flüstert er mir plötzlich zu, während wir uns noch küssen und halten.

Ich hatte ja die vorbereitete Liege schon gesehen und war sehr gespannt darauf, was mich hier wohl erwarten würde.

„Leg Dich gerne zuerst mit dem Bauch nach unten hin!“

Was jetzt folgte ist mit Worten nur schwer zu beschreiben… Öl, Berührung… Wärme, die meinen ganzen Körper durchströmt.

Er beginnt bei meinem Rücken und ich komme in eine unglaubliche Entspannung.

Ich fühle mich immer leichter und gleichzeitig sinke ich in eine wunderbare Dunkelheit hinab, während er über meinen Po streicht und meine Beine Stück für Stück und ausgiebig massiert.

Seine Hände scheinen immer genau zu wissen, wo sie leichter oder fester drücken müssen, wo sie kürzer oder länger verweilen.

Dies ist mehr als eine Massage, es ist eine Welle von Energie, die langsam und bewusst durch meinen Körper gelenkt wird.

Bis in den letzten Winkel.

Wenn Menschen Berührung schenken

In unserer Kultur ist die Sexualität in der Regel schön vom Rest des Lebens getrennt.

Was wir im Bett tun, worauf wir so Lust haben, wie oft wir es tun, wie, warum und überhaupt… all das bleibt hinter verschlossenen Türen und geht ja schließlich auch niemanden etwas an.

Die Folge davon ist, dass unsere sexuelle Energie auch hinter diesen Türen verschlossen bleibt, genau wir unser Bedürfnis nach Berührung.

Und jetzt gibt es da so Menschen, die es sich tatsächlich zu ihrer Aufgabe machen, genau dieses Bedürfniss zu stillen und noch mehr – sie wecken unsere sexuelle Energie (wieder).

Es ist nicht wunderbar, dass es Menschen mit dieser Gabe gibt?

Also ich finde das unglaublich wertvoll!

Bis in den letzten Winkel

Seine Hände lassen, in dieser langsamen und sinnlichen Massage, keine Stelle meines Körpers aus. Und obwohl sich diese zärtlich festen Streichbewegungen so ziel- und absichtslos anfühlen, spüre ich, wie mein Körper vor sexueller Energie… ja… zu vibrieren beginnt. Oder vielleicht gerade WEIL sie sich ziel- und absichtslos anfühlen?

Ich spüre, wie ich mich immer weiter hineingleiten lasse in dieses Meer von Berührungen, die mein ganzes Bewusstsein umschließen.

„Dreh Dich jetzt auf den Rücken.“ sagt er leise zur mir und ich brauche erst einmal einen Moment, um soweit wieder zur mir zu kommen.

Ich drehe mich um, lasse die Augen geschlossen, denn das Licht erscheint mir viel zu hell.

Wieder darf ich spüren, wie warmes Öl sich auf meiner Haut verteilt, wie seine Hände es einmassieren.

Hingabe

Ich bekomme so viel geschenkt an diesem Tag. Doch was sind alle Geschenke dieser Welt, wenn der Beschenkte sie nicht annehmen kann?

Ich sehe im „sich Beschenken lassen“ eine genauso große Gabe, wie im Schenken. Es ist genauso wertvoll.

Und im Grunde habe ich damit auch etwas geschenkt, meine Hingabe.

Sich hinzugeben erfordert innerliche Stärke, Mut und Selbstliebe.

Und im Moment der absoluten Hingabe erlebe ich mich als äußerst mächtig in einem ganz positiven Sinne.

Wellen der Lust

Seine Hände umschließen und massieren meine Brüste, meinen Bauch und immer wieder gleiten seine Hände auch zwischen meine Beine.

Wir spüren beide, dass die Wellen der Lust und Erregung mit der Zeit immer schneller durch meinen Körper wandern.

Mein ganzer Körper fühlt sich unheimlich energiegeladen an.

Und wieder passiert es. Er stellt sich so hin, dass er mein Gesicht berühren kann.

Und während die eine Hand mein Gesicht hält und die andere Hand mich weiter massiert, falle ich endgültig in meine eigene Tiefe und alle Wellen schlagen über mir zusammen.

 

Love.

Anna

Guertel1500x400


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