Die stärksten Ketten sind die in Deinem Kopf!

Manchmal frage ich mich, wofür wir Bondage und solche Dinge überhaupt brauchen.

Denn die stärksten Fesseln… legen wir uns selbst an.

Wir leben unser Leben und wachsen so sehr in bestimmte Erwartungshaltungen hinein, dass sie mit der Zeit wie Ketten werden, die uns an einem bestimmten Platz unseres Lebens festhalten.

Auch ich habe genug von diesen Ketten in meinem Kopf.

Ketten, die mir sagen, wie ich sein sollte und welche Seiten an mir gut oder schlecht sind. Welche Seiten an mir darf ich zeigen und passen diese zu dem Bild, das die Menschen da draußen von mir haben?

Die Ketten einfach mal ansägen

Mit diesem Blog, den ich im April 2016 gestartet habe, wollte ich meine Ketten mal so ein bisschen ansägen.

Was ist dann passiert?

Das Leben kam dazwischen.

Denn dieser Blog ist nur ein kleiner Teil meines Lebens. Und der andere, derzeit noch wesentlich größere Teil meines Lebens hatte mich nach ein paar einzelnen Blogartikeln, die ich hier geschrieben habe, direkt wieder fest im Griff.

Man könnte auch sagen, mein Verstand hat den Ansägversuch schnell erkannt und hat mir direkt so viele andere Dinge aufgetragen, dass ich „keine Zeit“ (haha) und auch keine Muse mehr hatte, mich noch länger diesem Teil meines Seins, das so gar nicht konform geht zu dem Rest meines Lebens, zu widmen.

Schnell war ich wieder zurück im „normalen“ Leben.

Freiheit und Bewusstsein

Wie es schon im Titel dieses Blogs steht, war der Ursprungsgedanke nicht, hier nur über Liebe, Leidenschaft und Sex zu schreiben. Es sollte auch um Freiheit und Bewusstsein gehen.

Doch wie kann ich über Freiheit und Bewusstsein schreiben, wenn ich selbst meine Ketten immer noch trage?

Wenn mich die Ketten meines eigenen „das darfst Du nicht“ immer noch einsperren und mir immer nur einen Teil gleichzeitig erlauben?

Ich vermute, dass es daher auch keinen weiteren Artikel seit April hier gab. 7 Monate lang war Anna wieder erfolgreich hinter Schloss und Riegel weggesperrt.

Die Ketten sprengen

Dann ist etwas passiert. Und zwar im anderen Teil meines Lebens. Etwas, das gerade so eine enorme Energie in mein Leben bringt, dass ich das Gefühl habe, eine Sprengladung würde hochgehen.

Und verursacht wurde dieses Ereignis durch das Gefühl, einfach nicht wirklich lebendig zu sein.

Du musst wissen, ich bin Tänzerin. Ich habe 20 Jahre getanzt, bis ich mit 34 zum ersten Mal schwanger wurde.

Danach habe ich dieses Kapitel meines Lebens abgehakt und mir erfolgreich eingeredet, dass ich das Tanzen jetzt nicht mehr bräuchte.

Eine wirklich blöde Idee (und bevor Du Dich fragst, warum ich mir so etwas einrede, möchte ich Dich hiermit ermutigen, erst mal kurz die Stellen in Deinem eigenen Leben anzuschauen, an denen Du Dir erfolgreich selbst in die Tasche lügst. Falls es da wirklich gar nichts gibt, herzlichen Glückwunsch! 😉 )!

Jetzt sind 7 Jahre vergangen.

Und folgende Szene hat sich vor 3 Wochen abgespielt:

Die Tanzstunde

Die Tanzstunde ist fast vorbei.

Meine erste Salsastunde seit 7 Jahren. Es war so schön, wieder dabei zu sein.

Nachdem die Stunde offiziell vorbei ist, legt uns der Tanzlehrer noch ein Lied auf.  „Wer will kann noch ein, zwei Lieder tanzen, wer nach Hause muss, kann natürlich gehen.“ 

Mein Tanzpartner muss leider gehen und so stehe ich alleine da. Allerdings nur ganz kurz, denn der Tanzlehrer kommt zu mir, nimmt mich an der Hand und fordert mich auf, noch eine Runde mit ihm zu tanzen.

Darauf lasse ich mich gerne ein.

Unser Tanzlehrer sieht nicht nur gut aus  – dunkle Haut, schlank, hübsch – ein „lecker Schnittchen“… er hat auch dieses Feeling für die Musik und den Rhythmus… ja, Du ahnst es, da wird Salsa erst so richtig sexy.

Wir tanzen also und sehr schnell kann ich fühlen, warum ein Teil von mir so unbedingt wieder tanzen wollte.

Denn Tanzen ist Sex. Tanzen bedeutet Anspannung und Entspannung zwischen zwei Menschen. Körper, die sich harmonisch bewegen. Außer Atem und ins Schwitzen kommen. In einander verschlingen und wieder auf Abstand gehen. Berührung. Sehnsucht. Leidenschaft. Spiel. Lachen. Führung und Loslassen. Hingabe.

Das Lied war viel zu kurz…

Peng!

Eine einzige Entscheidung kann so viel verändern…

Ich bin wieder da. Ich tanze wieder und ich schreibe wieder. Und ich fühle mich und alle meine Facetten mehr denn je.

Eine große Sehnsucht ist (wieder) zum Leben erwacht. Anna ist wieder zum Leben erwacht.

Und ich zeige diese Seite von mir auch den Menschen, die mich bisher unter anderem Label kennen.

Das macht mir wirklich Angst.

Mir ist nicht egal, was die Menschen über mich denken. Aber ich lasse mir keine Ketten im Kopf mehr dadurch anlegen.

Oh nein, ich korrigiere: Ich lege mir selbst keine Ketten mehr an!

Ketten sind ja wirklich reizvoll – an anderer Stelle! 😉

 

Love.

Anna

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5 Gedanken zu „Die stärksten Ketten sind die in Deinem Kopf!

  1. Liebe Anna,

    wow. Ich erinnere mich gerade an unser Gespräch in Berlin und dieses eine Wort, das unser Leben prägt.
    Wie könnte es dann anders sein….
    Ich bewundere Dich, deinen Mut, deine Leidenschaft und freue mich schön auf viele Geschichten.

    Liebe Grüße

    Dee

  2. Sehr schöner Beitrag!

    Diese Aha-Momente, in denen das Leben ganz ungehindert in uns fließt, sind die, die die Kraft zur Veränderung in uns tragen, bevor die Ketten wieder zu schwer und zu eng werden.
    Ich freu mich, dass du die Chance genutzt hast.
    Und das wünsche ich jedem Menschen!

    Viele liebe Grüße
    Claudia

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