Deep Throat – Oder: Warum wir uns für heißen Sex erst trennen mussten.

‚Bitte, lass mich kommen!‘ flüstere ich schwer atmend an seine Wange. Er weiß genau, was zu tun ist, kennt meinen Körper in und auswendig. Als seine Finger meinen Kitzler berühren, explodiere ich in sekundenschnelle – so heiß hat mich unsere heutige Session gemacht.“

Nach 11 Jahren Beziehung haben wir so einiges hinter uns. In meinem letzten Artikel habe ich von dem Tag erzählt, an dem mein Mann und ich, ziemlich am Anfang unserer Beziehung, unsere Leidenschaft für BDSM entdeckt haben und wie uns diese Entdeckung zu echt heißem Sex angestachelt hat. Heute geht es darum, wie wir es nach Hochs und Tiefs, Ehekrisen und Kinderzeiten wieder geschafft haben, zueinander zu finden.

Loslassen

Ich kenne viele Paare, die es nicht schaffen, eine Sexkrise ohne Trennung zu überstehen. Und tatsächlich haben mein Mann und ich uns auch getrennt, vor einem halben Jahr – doch nur auf der Ebene Sexualität. Der Rest der Partnerschaft blieb erst einmal davon unberührt.

Wie haben wir das gemacht?

Ehrlich gesagt, war das harte Arbeit und eine Menge schmerzlicher Ehrlichkeit. Wir haben erkannt, dass wir als Partner, Eltern und Freunde sehr gut funktionieren. Und wir haben beschlossen, dass wir uns das nicht kaputt machen lassen wollen, bloß weil wir nun seit über 5 Jahren das Sexthema nicht mehr so ganz auf die Reihe kriegten. Gerade seit die Kinder da sind, war es fast komplett vorbei mit unserem Liebesleben. 5-10 Mal Sex im Jahr! Und das, obwohl man sich liebt. Warum zum Teufel ging da nichts mehr?

Und wir haben es tatsächlich geschafft. Und unser Sexleben hat ein neues Hoch erreicht.

Erbarmungslos

„Ich sitze auf der Couch. Zurückgelehnt. Nackt und mit gespreizten Beinen. Eines unserer Lieblings-Toys, ein Schamlippenspreizer, öffnet meine Scham noch mehr, als es die offenen Beine eh schon tun. So sitze ich da – entblößt und zugänglich- und natürlich macht mich das alleine schon wieder heiß. Steve steht vor mir, schaut mich an, beugt sich zu mir runter, steckt mir sanft einen Finger in die Pussy, zieht in sanft wieder raus. Ich stöhne auf. ‚Schon heiß was?‘ Er grinst mich an. Ich nicke und grinse zurück.

Steve holt die Fernbedienung und schaltet Fernseher und Netflix ein. Lie to me, Staffel 2, Folge 5. Auf Play drückt er noch nicht.

Er steht auf und holt ein Seil. Damit bindet er mir die Hände über dem Kopf zusammen und befiehlt mir, sie dort zu lassen. Ich gehorche.

Er drückt auf Play. Er weiß, wie sehr er mich damit quälen kann, wenn er mich gar nicht richtig beachtet und nur während des Films beiläufig mit mir spielt.  Ich genieße es – als Sub – sein Spielzeug zu sein und er kann mit mir machen, was er will.  

Während also die Serie läuft, fängt er an mit einem meiner Nippel zu spielen. ‚Ah schon wieder die Nippel‘ denke ich mir ‚Männer denken doch immer nur an die eine Stelle.‘ Doch ich bereue den Gedanken schon im nächsten Moment, als mein Mann diesen einen Nippel immer mehr drückt und zieht.  

Er dreht ihn vorsichtig zwischen seinen Fingern und drückt immer wieder sehr langsam zu, bis ich aufstöhne, weil sich der erste leise Schmerz bemerkbar macht. Wieder erwarten hört er diesmal an dieser Stelle nicht auf. Seine Finger drücken und ziehen, während er gemütlich neben mir liegt und die Serie anschaut.  

Langsam wird das Ziehen in meinem Nippel stärker und ich winde mich ein bisschen. Da gibt er normalerweise immer nach. Aber nicht heute. Er hält den Nippel einfach fest und zieht langsam noch etwas fester. So geht das noch eine ganze Weile und ich bekomme vom Film fast nichts mehr mit.

Ich werde feucht. Ich wünsche mir, dass er seine Hand in meinen Schoß wandern lässt. Doch er bearbeitet weiter den Nippel, der nun immer härter wird. Er zieht nie so fest, dass ich den Schmerz nicht mehr aushalten kann. Er kennt mich zu gut. Ich zerfließe vor Lust. Es fühlt sich so an, als würde ich gleich kommen.  

Plötzlich lässt er ruckartig los. Wieder stöhne ich auf. Meine Augen sind geschlossen. Die Serie interessiert mich nicht mehr. Als nächstes spüre ich seine Hand in meinem Schoß. Ich drücke mich seiner Hand entgegen.

Meine Lust entgeht ihm natürlich nicht und er zieht seine Hand wieder weg. Greift wieder nach meinem Nippel. Den Rest der Serienzeit muss ich das aushalten. Den süßen Schmerz, den er langsam immer weiter steigert. Ich bin wie auf Drogen. Habe das Gefühl, alles verschwimmt um mich. Der Schmerz wird immer stärker und dennoch spüre ich nur Lust –  und mein Mann ist erbarmungslos bis die Serie zu Ende ist.“

Das Gummiband

Was ist geschehen, dass wir wieder in dieser Art und Intensität zueinander finden konnten?

Irgendwo habe ich mal davon gelesen, dass es sich mit einer Beziehung wie mit einem Gummiband verhält – damit es gespannt ist, muss man es auseinanderziehen.

Zwei Partner, die über Jahre aufeinander kleben, haben in der Regel kein gespanntes Gummiband mehr. Es hängt nur noch schlaff in der Gegend rum. Ähnlich wie die Libido.

Dazu kommt, dass mein Mann Steve und ich nicht eines, sondern zwei unterschiedlich lange Gummibänder haben. Wir sind da ein bisschen Mann-Frau-untypisch, glaube ich. Meines ist länger als seines, heißt, ich brauche mehr Abstand um „auf Spannung“ zu kommen als mein Mann. Ja, es ist sogar so, dass mein Gummiband sich erst langsam anfängt zu spannen, wenn das von meinem Mann schon fast am zerreißen ist.

Puuh, wie löst man sowas? Wie können wir mein Gummiband weit genug spannen, ohne das meines Mannes zu zerreißen?

Zweiter Akt

„Nachdem die Folge „Lie to me“ zu Ende ist, steht Steve wortlos auf, nimmt meine Hände und hilft mir aufstehen. Er stützt mich etwas, denn ich habe ganz weiche Knie. Er führt mich hinauf in unser Schlafzimmer. Ich bin immer noch ganz benommen. Er steht vor mir, berührt wieder meine Brüste. Er nimmt erneut die Nippel zwischen seine Finger. Ich stöhne auf. Er zieht sie langsam nach oben.  In meinem Körper tobt jetzt ein Sturm, gleichzeitig spüre ich die tiefe Beruhigung der Hingabe in mir.

Mit einem Kuss lässt er mich los, dreht mich zum Bett. Er weiß, dass ich ihm jetzt alles zu geben bereit bin. Er legt mich so auf’s Bett, dass meine Beine von ihm weg zeigen und mein Kopf rückwärts leicht über die Bettkante hängt. Er zieht sich aus – ich spüre, wie sich in den langen Sekunden meine Brust vom schweren Atmen hebt und senkt – und stellt sich vor mich.

Er zieht meine immer noch gefesselten Hände wieder über den Kopf, zwischen seine Beine. Irgendwoher hat er die kleine Gerte und lässt sie sanft über meinen Bauch gleiten. Er holt leicht aus und der erste Schlag trifft meine Schenkel. „Öffne sie.“ Ich gehorche. Nun liege ich wieder offen da und der nächste leichte Schlag trifft meine Vulva. Ich spanne mich an vor Lust. ‚Willst Du mich?‘ ‚Ja.‘ ‚Öffne Deinen Mund.‘ Ich gehorche wieder und öffne den Mund. Schließe meine Augen.“

Die Trennung war der Weg zurück

Also um nochmal auf das Gummiband zurückzukommen. Tatsächlich brauchte es diese Trennung. Nach über 10 Jahren kam ich sonst nicht weit genug weg. Also innerlich. Selbst dass wir uns vor 2 Jahren entschlossen hatten, eine offene Beziehung zu führen und uns für die nächsten 40 Jahre unserer Ehe etwas mehr zu erlauben als Monogamie, änderte daran nichts.

Erst als wir uns auf sexueller Ebene wirklich trennten, konnte ich das Gefühl von Freiheit bekommen, das ich brauche. Erst dann kam meine Lust zurück.

Als die Lust so richtig zurückkam war ich überwältig von der Intensität und davon, dass es mich unglaublich zu meinem Mann hinzog. Ich hatte ein paar nette Chats in irgendwelchen Foren gehabt und sehr schnell gemerkt, wie gut mein Mann mich eigentlich kannte und wie viel Vertrauen und Intimität da schon vorhanden war, die ich woanders erst wieder hätte aufbauen müssen.

Und so konnten mein Mann und ich mit neu entfachtem Feuer Dinge erleben, die wir nie zuvor erlebt haben. Was genau?

Ich bin eigentlich keine Frau für Blowjobs. Echt, muss ich nicht haben. Beim normalen Blowjob bin ich entweder gelangweilt oder überfordert. Es würgt mich sehr schnell, sobald „er“ an meinem Gaumen anstößt und irgendwie fand ich die Konstistenz von Sperma noch nie „zum Abschlabbern gut“. Dann lieber ein Eis. 😀

Umso mehr wird es Dich erstaunen, wie der zweite Akt weitergeht:

Tiefer als jemals zuvor

„Er geht ein Stück in die Knie und schiebt seinen harten Schwanz in meinen Mund. Erst langsam und nur ein Stück. Dann immer tiefer. Richtung meiner Kehle. Die Haltung, in der ich liege, ermöglicht es mir, mich total zu entspannen. Außerdem bin ich immer noch ein bisschen „unter Drogen“. Er dringt immer noch ein Stück tiefer in mich. Ich hatte es noch nie zuvor geschafft, seinen Penis ganz in den Mund zu bekommen, doch diesmal…

Ich spüre plötzlich, dass es mich erregt. Ich spüre seinen Schaft an meiner Kehle und kann dabei völlig entspannt bleiben. Er stößt jetzt etwas fester zu. Als er ganz tief in meinem Mund ist, hält er plötzlich für ein paar Sekunden inne und drückt sich auf mich. Er nimmt mir dadurch die Luft zum Atmen. 2 Sekunden in denen in meinem Gehirn etwas explodiert. Ich lasse völlig los. Totale Befreiung. Mein Körper wird nicht mehr von mir kontrolliert, nicht einmal meine Atmung.

In mir wird es dunkel, wohlig dunkel, ich versinke. Einen Moment später lässt er mich wieder atmen. Zieht sich zurück. Ich hole tief Luft. Er streicht mit seiner Hand über mein Gesicht. Dann kommt er wieder näher…

Das Spiel beginnt von vorne und wir drehen noch einige Runden. Er kennt meine Grenzen so genau. Ich verliere mich in der Tiefe meines Seins, während er die Welt für mich hält.“

Love.
Anna

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2 Gedanken zu „Deep Throat – Oder: Warum wir uns für heißen Sex erst trennen mussten.

  1. Wow… Liebe Anna, du weißt die Spannung zu halten! Ein intensiver Beitrag, der tief blicken lässt und Lust macht. Lust auf Lust, Lust auf das gemeinsame Durchschreiten von Tälern und Lust darauf, die eigenen Grenzen immer wieder zu hinterfragen.

    1. Hallo Melanie,

      vielen Dank für dieses tolle Feedback und für den ERSTEN Kommentar auf meinem Blog. HURRA! Ich danke Dir. 🙂

      Love.
      Anna

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